Fast alle älteren Menschen möchten gerne in ihrem vertrauten Wohnumfeld bleiben. Dazu sind sie auf vielfältige Hilfe

angewiesen, die es in Form von Dienstleistungen auch gibt. Vom Kochen und Putzen über finanzielle Beratung bis hin zur medizinischen Pflege wird vieles angeboten.

Dennoch gibt es einige Hürden: Betroffene oder ihre Angehörige müssen den passenden Dienstleister in einem unübersichtlichen und intransparenten Markt finden, ihn beauftragen und richtig anweisen. Obendrein gibt es wichtige Fragen, die nicht leicht zu beantworten sind: Was kostet die Leistung? Wer übernimmt was? Wo müssen Anträge bei welchen Behörden gestellt werden?

Um Transparenz, Übersicht und den Behördenaufwand zu minimieren, haben sich sechs Partner zum Verbundprojekt SINQ – Service-Integration und Netzwerkmanagement zur Verbesserung des sozialen Zusammenlebens geriatrischer Patienten im Quartier – zusammengeschlossen: Das Quartiermanagement Neckarstadt-West, das Geriatrische Zentrum des Universitätsklinikums Mannheim, das Karlsruher Forschungszentrum Informatik, das Institut für Technik der Betriebsführung im DHI aus Karlsruhe, sowie die CAS AG und YellowMap AG.

Die sechs Partner entwickeln ein umfassendes Dienstleistungsnetzwerk, in dem die Teilnehmer sich miteinander und mit Betroffenen verbinden können. Damit werden kundenspezifische Dienstleistungsangebote bereitgestellt, die es den Senioren oder ihren Angehörigen leichter und bequemer machen, sich zielgerichtet diejenige Dienstleistung auszusuchen und zu buchen, die sie benötigen – sei es Handwerker, Zuschüsse von den Pflegekassen oder Sanitärbedarf. Mit Hilfe aktuellster Informationstechnik, Sensorik und Hausautomation werden die Betroffenen unterstützt und Bedürfnisse und Gefahren erkannt. Ein Klienten-Portal schafft Transparenz und ermöglicht das Matching von Bedarfen und Angeboten.

Der angeschlossene SINQ-Dienste-Marktplatz unterstützt die Auswahl von passenden Dienstleistungen und eine mobile Dienste-App unterstützt Betreuerinnen und Betreuer bei der Koordination der Dienstleistungen.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 3,5 Mio. € geförderten Projekts SINQ werden ab März 2018 die ersten Wohnungen mit Heimsensorik ausgestattet. In ausgewählten Haushalten wird diese Heimsensorik installiert, um gemeinsam mit den Nutzern die Möglichkeiten einer digitalen Dienstleistungsplattform und weitere Bedarfe an Diensten zu erforschen. Gemeinsam mit der Wohnungsbaugesellschaft GBG, der Migrationsberatung des Freireligiösen Wohlfahrtsverbandes und der Seniorenberatungsstelle Neckarstadt-West wurden hierfür Haushalte identifiziert und ausgewählt. Diese erhalten für die nächsten Monate ein Heimsensorikpaket, zunächst bestehend aus einem Bewegungsmelder und einem Türkontakter. Dieses System stellt eine Weiterentwicklung des klassischen Notrufknopfes dar. Die maßgeblich beteiligten Projektpartner QUM und Universitätsklinikum Mannheim arbeiten hier eng mit der GBG zusammen, um im weiteren Verlauf des Projekts Potentiale der Sensorik und darauf aufbauende Dienstleistungsmöglichkeiten für die Wohnungswirtschaft zu erforschen.

Kultur am Neckar

 

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